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Finde die Antwort in dir – Wodurch entsteht Unglück?

Wodurch entsteht Unglück?

Woraus entstehen Negativität und Leiden? Hast du jemals darüber nachgedacht? Ich meine damit die Wurzel und nicht irgendein Konzept.

Auch beziehen wir dabei keine moralischen Vorstellungen mit ein, nachdem unsere derzeitige Gesellschaft lebt. Versuche die Idee aus einer neutralen Warte heraus zu betrachten und erweitere deine Perspektive.

Probleme entstehen, weil du dich grundsätzlich als getrennt – also als etwas anderes – empfindest. Die Sinnesorgane verleihen den Eindruck, dass nicht alles miteinander verbunden ist.

Mit den Augen sehen wir nicht das atomare Meer und den noch viel größeren leeren Raum, aus denen alle Dinge bestehen.

Wenn man tief darüber meditiert, kann sogar die Aussage „Mein Leben“ in Frage gestellt werden, da du auf einer bestimmten Ebene auch nur ein Verbund aus Teilchen bist, der wiederrum mit anderen Teilchen interagiert.

Die empfundene Dualität ist sozusagen die Wurzel vom Unglück, da deine Probleme nur durch ein Gefühl der Getrenntheit existieren können.

Wie du die Realität generell empfindest

Das Leben für uns Menschen spielt sich dennoch nicht vordergründig auf einer atomaren Ebene ab. Schließlich geben uns in der Regel die Sinnesorgane nicht solche tiefen Einsichten.

Außerdem kann man zu Beginn nur schwer etwas mit der Nicht-Dualität (Einheit) anfangen, da der Mensch die Welt offensichtlich nicht so erlebt. Deswegen beginnen wir nicht bei der Wurzel, sondern bei den Auswirkungen.

Wir gehen den Weg praktisch rückwärts, umso zum Ursprung zu gelangen. Durch das Gefühl der Getrenntheit entsteht der individuelle Ego-Geist, der durch eine Vielzahl von Einzelheiten beeinflusst wurde und beeinflusst wird.

Der Ego-Geist ist einfach gesagt deine innere Kopfstimme, die meist unaufhörlich mit dir im Dialog ist und einen gefühlt permanenten Strom an Gedanken erzeugt.

Sie lässt dich über andere klagen, sie will sich über andere stellen, sie urteilt über die Geschehnisse, sie lässt dich abends nicht schlafen, sie diktiert dir wie du dich zu fühlen hast…Sie und die damit verbundenen Gedanken sind praktisch “du“.

Wenn dir das überhaupt noch nicht aufgefallen ist, bist du womöglich etwas schockiert, lass die Informationen sacken und lese sie gegebenenfalls erneut.

Möglicherweise kommen dir auch jetzt schon Gedanken wie: „Das ist doch Schwachsinn!“ oder „Mit so einem Müll beschäftige ich mich nicht!“. Mache dir klar, dass das genau diese individuell auftretende innere Stimme ist.

Das Beobachten alleine reicht meist schon aus, dass der Gedanke schwächer wird. Mache dir bewusst, dass zu einem gewissen Grad fast alle Menschen schizophren und mit sich selbst ständig im Dialog sind.

Die Identifikation mit der Form als Auslöser der Probleme

Gut, wir sind auf der grundsätzlichen Ebene irgendwie unsichtbar miteinander verbunden, was im Folgenden mit „formlos“ gemeint ist. Die „Form“ dient als Begriff des Gegenteils. Sie schließt die zuvor beschriebene Kopfstimme ein.

Zusätzlich werden dazu auch Worte, Emotionen oder Gegenstände gezählt, also insgesamt alles was eine Art Form hat und eben nicht formlos ist. Daraus können wir uns einen Weg erschließen mit dem wir arbeiten können.

Formen haben für jeden Menschen unterschiedliche Bedeutungen. Vor allem Gedanken kommen und gehen. Fakt ist, dass erst ein Bezug zu einer Form etwas in dir auslösen kann.

Z.B. sagst du dir selbst „Das ist Mist, warum hast du das schon wieder gemacht?!“, wenn dir zum tausendsten Mal derselbe Fehler auf Arbeit passiert. Ein negatives Gefühl steigt in dir hoch und du beginnst “zu leiden“, was dann häufig durch weitere Gedankenspiele verstärkt wird.

Unabhängig davon, ob der Fehler wirklich eine Tatsache ist, handelt es sich nur um irgendeinen Gedanken, um eine an sich neutrale Form. Erst wenn du anfängst dich mit der Form zu identifizieren, fühlst du dich schlecht. Das führt uns zur wichtigen Erkenntnis:

Unglück, Leid und Negativität entstehen durch die Identifikation mit Formen.

Merke dir bitte, dass mit Identifikation nicht gemeint ist: Ich halte […] für richtig. Der Bezug findet erst statt, wenn du sagst/denkst: Ich bin […] oder […] gehört zu mir. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Erst dann identifizierst du dich mit der Gedankenform und kannst schlechte Laune bekommen, sobald diese angegriffen oder von dir als unumstritten verteidigt wird.

Natürlich kannst du beherzt und sehr klar deinen Standpunkt zum Ausdruck bringen oder ein kräftiges „Nein“ aussprechen.

Solange du daraus nicht dein Selbstwertgefühl beziehst und eine Identifikation damit aufbaust, entstehen keine mentalen Probleme oder Dramen.

Versuche dir diese Zusammenhänge zum Thema Unglück zu vergegenwärtigen. Das ist sicher harter Tobak, allerdings zum weiteren Verstehen notwendig. Wir haben deinen Verstand mit diesem Artikel absichtlich verwirrt und überrascht.

Letztendlich kann er nicht begreifen wovon wir hier reden, trotzdem ist er als Eingangstor geeignet. Dazu mehr in der Artikelreihe: „Finde die Antwort in dir“.

Hinweis: Meine Inspirationen sind Eckhart Tolle und Adyashanti
Foto: Daniel Apodaca

Weiteres aus der Artikelreihe „Finde die Antwort in dir“:

2 Responses
  • Katharina
    März 10, 2018

    Danke. Denn grad aktuell zeigen sich mir diese Fallen des getrennt seins auf Schritt und Tritt. Ich bin dankbar für Euren Hinweis! – Das fühlt sich für mich nun wieder rund und gut an.

  • Ursula
    März 26, 2018

    Die empfundene Dualität ist sozusagen die Wurzel vom Unglück, da deine Probleme nur durch ein Gefühl der Getrenntheit existieren können. – Dieser Satz ist sehr wichtig für mich und hat mir, so glaube ich, die Augen geöffnet. Herzlichen Dank!

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