Mudras für Chakren – Wie sie wirken und entstanden sind

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Mystische Handgesten, Teil der esoterischen Wissenschaft, spirituelle Symbole – so werden Mudras weltweit definiert und auch interpretiert.

Aber woher kommen diese Handgesten, von denen es insgesamt Tausende geben soll? Kamen sie vielleicht von den alten buddhistischen Mönchen, stammen sie aus einer alten Bauerntradition oder sogar aus einer anderen Dimension?

Leider wissen wir dies nicht, aber seien wir mal ehrlich: Würde es nicht den Hauch von Mystik und Zauber zerstören, der mit solchen spirituellen Allheilmitteln mit schwingt?

Dennoch bleiben wir nicht ganz unwissend. Schon Höhlenmalereien erzählten von unterschiedlich vielen Mudras, welche vorwiegend im Orient, in Indien, Japan usw. zu finden waren. Sogar ägyptische Könige und Königinnen zeigten in den Hieroglyphen Mudras.

In Riten und Tänzen verschiedener Kulturen findet man sie heutzutage noch öfter als gedacht.

In diesem Zusammenhang geht das Kundalini Yoga davon aus, dass jeder Bereich der Hand eine Reflexzone für einen zugeordneten Teil des Körpers und des Gehirns bildet. Dadurch können wir die Hände als Spiegel für unseren Körper und Geist betrachten
Lothar Rüdiger Lütge, Kundalini Yoga-Experte

Seit der Antike werden Mudras oder Handgesten in Kombination mit Pranayana, Asanas und Meditation verwendet, um das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden zu verbessern.

Unsere Hände definieren unser Karma und Finger sind Power-Punkte, die eine Schnittstelle zwischen der individuellen Prana-Kraft sowie der universellen Lebensenergie darstellen.

Die subtilen Hand- und Fingerbewegungen stellen wichtige Verbindungen im Nervensystem her und regen bestimmte Energiebahnen oder Nadis an.

Stelle dir deine Finger als Antennen vor, mit denen du Lebensenergie empfangen kannst. Mit den Mudras bringst du diese Antennen so in Stellung, dass du möglichst viel dieser Energie empfängst.

Mudras & Elemente

Der menschliche Körper ist ein Zusammenschluss von 5 Elemente der Natur – Erde, Luft, Wasser, Äther und Feuer. Ausgehend von dem Daumen, repräsentieren die Finger Feuer, Luft, Äther, Erde und Wasser.

Yogis glauben, dass man jede Krankheit heilen kann, indem die Energie der Elemente durch passende Mudras balanciert und ausgerichtet wird.

Mudras & Chakren

Neben den Fingerstellungen der Elemente, gibt es noch Handgesten die speziell für Chakren geeignet sind. Diese Mudras leiten den Energiefluss zu den großen inneren Chakren deines Körpers.

Dadurch kannst du während deiner Meditation besonders gut mit den einzelnen Energiezentren gezielt arbeiten.

Wenn du beispielsweise dein Wurzelchakra öffnen willst und während der Meditation das passende Mudra verwendest, schickst einen hohen Energiestoß zu diesem Chakra. Dadurch kann es sich leichter öffnen und erweitern.

#1 Wurzelchakra Mudra

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Wir gehen bei den Beschreibungen davon aus, dass du dich bei den Übungen im Schneidersitz befindest.

Lege deine Handrücken entspannt auf die gleichseitigen Knie. Bilde währenddessen jeweils mit den Daumen und Zeigefingern einen geschlossenen Kreis. Die anderen Finger bleiben entspannt ausgestreckt.

#2 Sakralchakra Mudra

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Lege den rechten Handrücken auf die linke Handfläche, die Daumenspitzen berühren sich dabei. Die Hände sollten sich unterhalb deines Bauchnabels befinden. Es wird die Form einer Schale gebildet.

#3 Nabelchakra Mudra

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Falte die Hände zwischen Brust und Bauchnabel. Lege beide Handflächen aufeinander. Beachte die Stellung der Daumen: Der rechte Daumen liegt über den Linken.

Als Alternative gibt es auch die Möglichkeit, dass die Daumen sich abgesenkt innerhalb der Handflächen befinden.

#4 Herzchakra Mudra

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Mit der auf dem Herz liegenden rechten Hand, formst du über den Daumen und Zeigefinger einen Kreis. Die linke Hand liegt entspannt auf dem linken Knie.

Eine andere Variante ist, dass beide Handrücken die Knie berühren. Dabei berühren sich bei Frauen Daumen und Ringfinger der linken Hand und Daumen und Mittelfinger der rechten Hand. Wenn du ein Mann bist, machst du die Fingerstellungen umgekehrt.

#5 Halschakra Mudra

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Forme deine Hände zu einem Kreis vor deinem Körper. Die Daumenspitzen berühren sich, die restlichen Finger sind ineinander verzahnt.

Auch hier gibt es wieder eine andere Möglichkeit: Falte deine Hände verzahnt zusammen, wobei die gestreckten Daumen senkrecht nach oben zeigen und der rechte Zeigefinger ganz vorne ist.

#6 Stirnchakra Mudra

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Die Kuppen deiner gestreckten Mittelfinger treffen auf Brusthöhe zusammen. Die Daumenkuppen berühren sich ebenfalls, jedoch zeigen sie in die entgegengesetzte Richtung zum Brustbein.

Die restlichen Finger berühren sich abgeknickt jeweils am zweiten Fingerglied.

#7 Kronenchakra Mudra

Kronenchakra-mudra

Lege die gestreckten kleinen Finger nach oben zeigend aneinander, die restlichen Finger werden verschränkt, wobei der rechte Daumen über dem Linken liegt. Die Hände befinden sich auf Höhe des Magens.

Alternativ kannst du anstatt der kleinen Finger auch die Ringfinger gestreckt verwenden.

Bilder: rosykaur.com
Inspiration: fractalenlightenment.com

3 Kommentare
  • Jan
    November 7, 2015

    „Wir gehen davon aus das Sie im Schneidersitz sitzen“
    Oh Gott wie altbacken und dogmatisch ist das denn. Das ist wie wenn mir die christliche Kirche vorschreiben will das ich in der Kirche beten soll! Funktionieren die Mudras nicht wenn ich liege, sitze oder stehe? Meine Erfahrung ist: Deine Körperhaltung spielt überhaupt keine Rolle – wichtig ist Deine innere Haltung!

    • GreenChakra - Sascha
      November 7, 2015

      Hallo Jan,

      der Satz heißt: „Wir gehen bei den Beschreibungen davon aus, dass du dich bei den Übungen im Schneidersitz befindest.“
      Ich verwende kein „Sie“ ;-).

      Natürlich kannst du auch gerne liegen oder stehen. Diese Info dient nur dazu, dass die Beschreibungen besser verstanden werden.

      Viele Grüße, Sascha

  • Willi
    März 25, 2016

    Sehr interessant

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